Samstag, 29. Juni 2013

Zwei Jahre taub Mädchen starb nach einer Operation für Cochlea-Implantat

Ein kleiner Bericht über Robert Enke

Die Umstände des Todes von Robert Enke sind in der Tat nun behoben und nun all die Welt weiss, dass echte Enkes herzkranke Tochter im Alter von 2 starb jahren wärend einer CI-Operation.

Nationaltorwart Robert Enke hat seinem Leben ein Ende gesetzt. Ein weiterer furchtbarer Schicksalsschlag für seine Familie. Vor drei Jahren war seine zweijährige Tochter Lara nach einer CI-Operation in Hannover gestorben. Lara hatte einen Herzfehler. Die Medikamente, die sie bekam, führten zu ihrer Ertaubung. Ein CI sollte  ihr das Gehör zurückgeben. Robert Enke hatte unter dem Verlust seiner Tochter sehr gelitten.

2006 war Enkes Tochter Lara, die mit einem angeborenen Herzfehler auf die Welt kam, gestorben. Der schlimmste Schicksalsschlag im Leben Enkes, der den Namen seiner Tochter auf dem Unterarm tätowiert hatte. Immer wieder wird der Schock um Laras Tod als Hauptursache für Enkes labile Psyche genannt.



Quellen: 

http://www.sourds.net/2011/12/20/deux-ans-fille-sourde-est-decede-apres-une-operation-dimplants-cochleaires/

Medinisnische Hochschule Hannover

www.mh-hannover.de/

Mehr Infos unter:

www.taubenschlag.de/Trauer

Montag, 25. März 2013

Hörgerät unter der Haut


Faszinierende Cochlea-Implantate: So können fast Taube wieder hören


Ohne gutes Gehör können Kinder nicht richtig sprechen lernen

Quellen: www.focus.de

Gehörlosen Kindern eröffnet ein Cochlea-Implantat die Welt der Geräusche und ermöglicht ihnen eine normale Sprachentwicklung. Die implantierte Hörhilfe funktioniert aber auch bei schwerhörigen Senioren.
Gehörlosigkeit kann angeboren oder auf Infektionen, Verletzungen, Diabetes oder Durchblutungsstörungen zurückzuführen sein. Immer häufiger setzen Ärzte bei der Therapie nicht auf ein Hörgerät, sondern auf ein Cochlea-Implantat, kurz CI. Das Gerät wandelt Schall in elektrische Impulse und leitet sie über eine Elektrode direkt an den Hörnerv weiter. Rund 2000 Implantationen werden in Deutschland jährlich durchgeführt. Die Fallzahlen steigen, denn ein implantiertes Hörgerät kann älteren Menschen ebenso helfen wie Kleinkindern.

Seit Januar 2009 sind Hörtests bei Neugeborenen Teil der Pflichtuntersuchungen jeder Geburtsklinik in der Bundesrepublik. Dabei werden dem Säugling Töne vorgespielt und ein Art Echo des Innenohrs gemessen – schnell und schmerzfrei. Bei etwa jedem zehnten Baby (bundesweit circa 70 000 jährlich) sind die Werte auffällig und Nachuntersuchungen bei einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt nötig. Dort ermitteln Tests beispielsweise die Reaktion des Gehirns auf akustische Reize und stellen so fest, ob womöglich nur Fruchtwasserreste den Gehörgang blockiert haben oder tatsächlich eine Störung vorliegt.

Mindestens zwei von tausend Neugeboren hören nicht
Schäden des kindlichen Hörapparats sollen auf diese Weise früh entdeckt und behandelt werden, um eine weitgehend normale Hör- und Sprachentwicklung zu ermöglichen. Schätzungen zufolge kommen von 1000 Neugeborenen zwei bis drei mit einer gravierenden Schwerhörigkeit zur Welt. Diese wurde bisher meist erst im Alter von viereinhalb Jahren diagnostiziert. „Viel zu spät“, wie Manfred Gross, Leiter des Hörzentrums der Berliner Universitätsklinik Charité, anmerkt. „Das sensible Zeitfenster für eine Entwicklung des Hörzentrums im Gehirn liegt in den ersten sechs Lebensmonaten.“

Wenn in dieser Zeit die für das Hören zuständigen Nervenzellen nicht mit Schall stimuliert werden, fällt den Kindern das Sprechenlernen und das Unterscheiden von Geräuschen später umso schwerer. Und im Alter von drei bis vier Jahren schließt sich das Fenster für den Erwerb der sprachlichen Grundlagen endgültig. „Kinder, die zu spät mit Hörhilfen versorgt werden, können verschiedene Laute nicht so gut differenzieren, vor allem haben sie ein deutlich reduziertes Kurzzeitgedächtnis für Worte“, sagt Gross.

Mittwoch, 20. März 2013

Hörhilfen tragen zu besserer Lebensqualität bei




Hörhilfen bewirken bei Personen mit Hörproblemen eine höhere Lebensqualität. Dies beweist eine nationale Studie den Zusammenhang zwischen dem Tragen eines Hörgeräts und dem Wohlbefinden des Trägers: 73 Prozent aller Testpersonen stellten eine Verbesserung ihrer Kommunikationsfähigkeit fest.

(mgt)

Hörgeräte verbessern die Kommunikationsfähigkeit (Foto: www.amplifon.ch)

Die Lebensqualität von Personen mit einer Hörschwäche verändert sich durch den Einsatz eines Hörgeräts positiv. Diese Erfahrung machen Fachleute täglich – nun konnte sie in einer nationalen Hörstudie wissenschaftlich bewiesen werden. An der bisher grössten Untersuchung ihrer Art in der Schweiz, unterstützt von den beiden Hörakustikspezialisten Amplifon und Phonak, nahmen 1'137 Personen mit einer Hörbeeinträchtigung teil. Alle trugen während vier Wochen Hörgeräte der neusten Generation und wurden danach zu ihren Erfahrungen in Alltagssituationen befragt. Schon nach dieser kurzen Tragezeit fand die Hälfte der Probanden, ihre Lebensqualität habe sich spürbar verbessert.

Drei Viertel kommunizieren besser
Die Mehrheit der Studienteilnehmer hat beidseitig Hörschwierigkeiten, rund ein Viertel leidet zudem an einem permanenten Tinnitus. Bereits nach einem Monat mit Hörgeräten berichtete ein Grossteil der Probanden über besseres Hören in unterschiedlichen Lebenslagen:

- 73 Prozent stellten eine Verbesserung ihrer Kommunikationsfähigkeit fest und mussten in Gesprächen weniger nachfragen.
- 60 Prozent können Fernseh- und Radiosendungen besser folgen.
-Mehr als die Hälfte gab an, Gruppenaktivitäten mit Freunden (56 Prozent), öffentliche Veranstaltungen (55 Prozent) sowie Restaurantbesuche (52 Prozent) mehr zu geniessen.

Studie unterstreicht: Hörverlust frühzeitig abklären lassen
Vor allem Studienteilnehmer, die ihren Hörverlust selber als leicht eingestuft hatten, waren positiv überrascht von der Veränderung. „Dies ist die Bestätigung dafür, dass es sich bereits beim ersten Verdacht auf eine Hörschwäche lohnt, sich von einem professionellen Hörakustiker beraten zu lassen“, stellt Christian Rutishauser, Geschäftsführer von Amplifon Schweiz, fest. Zudem zeigen die Studienresultate, dass Personen, welche die Hörgeräte acht und mehr Stunden am Tag tragen, zufriedener sind. Die modernen Kleinsthörgeräte können ohne Weiteres den ganzen Tag getragen werden und sind praktisch unsichtbar.

Beratungsqualität positiv bewertet
Die Geräte für alle Studienteilnehmer wurden vom Hörgerätehersteller Phonak zur Verfügung gestellt. Die Hörberatungsfirma Amplifon führte in ihrem schweizweiten Netz von Fachgeschäften die vorgängig notwendigen Hörtests professionell durch und betreute die Studienteilnehmer im Umgang mit den Hörgeräten. Für die Auswertung der Studiendaten war das renommierte Marktforschungsinstitut Anovum verantwortlich.

Die Beratungsleistung der Hörgeräteakustiker wurde ebenfalls bewertet und erhielt beste Noten: 97 Prozent der 1'137 Testpersonen waren mit Amplifon zufrieden. Wie wichtig eine professionelle Hörberatung ist, zeigt auch das folgende Studienresultat: 69 Prozent aller Testpersonen gaben vor dem ersten Hörtest an, ihr Hörverlust sei nicht schwerwiegend genug für ein Hörgerät. Dabei zeigte die Studie deutlich, dass bereits nach kurzer Tragezeit von Hörgeräten bei der Mehrheit dieser Probanden ein positiver Effekt messbar war.
 
Die vollständigen Studienresultate sind auf www.amplifon.ch erhältlich.

Freitag, 15. März 2013

Vortragsnachmittag Wenn Hörgeräte nicht mehr helfen


Hör-Implant-Centrum in Münster-Hiltrup begeht 2-jähriges Bestehen


Vortragsnachmittag Wenn Hörgeräte nicht mehr helfen



(NL/7465215845) Vor knapp zwei Jahren öffnete es erstmals seine Türen das Hör-Implant-Centrum in der Westfalenstrasse 156a in Münster-Hiltrup. Seitdem hat sich das moderne und in dieser Form einzigartige Zentrum über die Region hinaus etabliert. Es ist heute Anlaufstelle für viele hochgradig hörgeschädigte bis taube Menschen, die mit implantierbaren Hörlösungen leben oder leben möchten. Und es ist ein bewährter Kooperationspartner der weltweit führenden HNO-Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), mit der es auf Basis eines neuartigen telemedizinischen Verfahrens zusammenarbeitet. Sein 2-jähriges Bestehen feiert das Hör-Implant-Centrum am Mittwoch, dem 3. April, mit einem hochkarätig besetzten Vortragsnachmittag zum Thema Wenn Hörgeräte nicht mehr helfen. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen.



Cochlea-Implantate (CI) ermöglichen gehörlos geborenen Kindern sowie hochgradig hörgeschädigten Kindern und Erwachsenen ein Leben in der Welt des Hörens. Wo Hörgeräte nicht mehr helfen können, kann diese Lösung ein grosses Plus an Kommunikationsfähigkeit und Lebensqualität eröffnen. Für zahlreiche Menschen der Region, die mit einem solchen CI oder auch mit anderen implantierbaren Hörlösungen leben, ist das vor zwei Jahren eröffnete Hör-Implant-Centrum mittlerweile eine wichtige Anlaufstelle. Ihnen allen steht das Zentrum als kompetenter und absolut service-orientierter Begleiter zur Seite.

Zu den Angeboten des Hör-Implant-Centrums gehört insbesondere die wohnortnahe Anpassung der CI-Sprachprozessoren. Diese erfolgt auf Basis des Remote-Fitting-Verfahrens also via Fernanpassung in enger Kooperation mit der international renommierten HNO-Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH); ein Pilotprojekt, das nach zwei Jahren Laufzeit vielfältige und überaus positive Resonanz erfährt.

Professor Andreas Büchner: Hör-Implant-Centrum ist Meilenstein bei dezentraler CI-Nachsorge

Neben zahlreichen hörgeschädigten Menschen, die die Angebote des Zentrums regelmässig nutzen, zeigen sich auch die Kooperationspartner in Hannover überaus zufrieden:

Die Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Hörzentrum der Medizinischen Hochschule Hannover und dem Hör-Implant-Centrum lief schon nach wenigen Wochen extrem rund, so Professor Andreas Büchner, Wissenschaftlicher Leiter des Deutschen Hörzentrums Hannover an der HNO-Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Technisch ist die Ausstattung in Münster auf höchstem Niveau und das Personal ist sehr kompetent. Diese Kompetenz zeigt sich insbesondere im Überschneidungsbereich zwischen den Indikationsgrenzen Hörgerät und CI. So führt oftmals die Kombinationslösung Cochlea-Implantat auf der einen und Hörgerät auf der Gegenseite zu hervorragenden Ergebnissen, vorausgesetzt, die Systeme werden optimal aufeinander abgestimmt. Dies ist im Hör-Implant-Centrum sicher gewährleistet.

Weiterhin erklärt Professor Büchner: Durch die guten Resultate mit dem CI werden auch mehr potentielle Kandidaten animiert, eine entsprechende Implantation zumindest auf der schlechter hörenden Seite vornehmen zu lassen, insbesondere wenn die Nachsorge des Systems weiterhin, wie schon von den Hörgeräten gewohnt, im Hör-Implant-Centrum Münster weiterlaufen kann. Viele dieser Kandidaten quälten sich früher jahrelang mit Hörgeräten, ohne dass ihnen der Rat zu einer Cochlea-Implantation gegeben wurde. Durch die enge Kooperation mit dezentralen Nachsorgestellen wie dem Hör-Implant-Centrum in Münster können wir das hoffentlich ändern. Hier ist das Zentrum von Frau Vercelli sicher als Meilenstein zu sehen.

Vortragsnachmittag am 3. April: hochkarätige Referenten und Einblicke in die Arbeit des Hör-Implant-Centrums

Anlässlich seines 2-jährigen Bestehens veranstaltet das Hör-Implant-Centrum am Mittwoch, dem 3. April 2013, von 15:00 bis ca. 17:00 Uhr einen Vortragsnachmittag zum Thema Wenn Hörgeräte nicht mehr helfen. Als Gastreferentin wird Frau Professor Dr. Anke Lesinski-Schiedat, Ürztliche Leiterin des Deutschen HörZentrums Hannover an der HNO-Klinik der MHH, über aktuelle Entwicklungen und Trends bei den Cochlea-Implantaten informieren.

Darüber hinaus wird ein Produkt-Experte des Herstellers Comfort Audio digitale Kommunikationssysteme präsentieren, die Hörgeräte- und CI-Trägern zusätzliche Unterstützung im Alltag bieten, so Doris Vercelli, die Leiterin des Hör-Implant-Centrums. Und wir werden unseren Gästen die bisherige Arbeit und die Leistungen unseres Zentrums vorstellen.

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Veranstaltung gibt es bei einem kleinen Imbiss Gelegenheit zum Austausch sowie zu Fragen an die Referenten. Zudem besteht die Möglichkeit, die Zusatz-Lösungen von Comfort Audio vor Ort zu testen.

Alle Interessenten sind herzlich zu unserer Veranstaltung eingeladen, so Doris Vercelli abschliessend. Aufgrund der beschränkten Platzkapazitäten empfehlen wir jedoch eine frühzeitige Voranmeldung.

Das Hör-Implant-Centrum Münster finden Sie in der Westfalenstrasse 156a, 48165 Münster, Telefon: (02501) 922 99 30, Fax: (02501) 594 20 33.

Der Vortragsnachmittag Wenn Hörgeräte nicht mehr helfen findet am Mittwoch, dem 3. April, von 15:00 bis ca. 17:00 Uhr in den Räumen des Hör-Implant-Centrums statt. Gebeten wird um vorherige Anmeldung unter der o. g. Telefon- bzw. Fax-Nummer. PR-Büro Martin Schaarschmidt Martin Schaarschmidt martin.schaarschmidt@berlin.de Anemonenstrasse 47 12559 Berlin 030 65 01 77 60 Redaktioneller Hinweis:

Die Hör-Implant-Centrum Münster GmbH hat seinen Sitz in 48165 Münster-Hiltrup, Westfalenstrasse 156a. Das moderne Zentrum bietet kompetenten Service für zahlreiche, hochgradig hörgeschädigte bis taube Menschen aus der Region Münster und aus ganz Westfalen. In Kooperation mit der HNO-Klinik Hannover und auf Basis des Remote-Fitting-Verfahrens werden hier Anpassungen für Cochlea-Implantate (CI) vorgenommen. Professionelle Betreuung erhalten darüber hinaus auch Patienten mit einer so genannten Hybrid-Versorgung, die akustische und elektrische Simulationen mit einander verbindet, sowie Träger knochenverankerter Hörsysteme (BAHA), teilimplantierbarer Hörsysteme (RetroX) und aktiver Mittelohrimplantate. Weitere Informationen unter www.hoercentrum.eu PR-Büro Martin Schaarschmidt Martin Schaarschmidt Anemonenstrasse 47 12559 Berlin 030 65 01 77 60 martin.schaarschmidt@berlin.de www.martin-schaarschmidt.de PR-Gateway ID 163293

Mittwoch, 13. März 2013

Musik erleben und leben - mit Cochlea-Implantat und Hörgerät




Zeitschrift Schnecke über Musik hörende und musizierende Menschen mit Hörschädigung

(NL/1637397602) Musik ist Rhythmus und Bewegung, ist Klanggenuss, Lebensfreude, Emotion Doch für viele hörgeschädigte Menschen ist es eine besondere Herausforderung, einen Zugang zu wirklichen Musik-Erlebnissen zu finden oder gar ein Instrument zu erlernen. Wie dieser Weg gelingen kann, das zeigt die Fachzeitschrift Schnecke anhand einer Reihe von Erfahrungsberichten. Musik mit Cochlea-Implantat und Hörgerät, so lautet das Titelthema der soeben erschienenen Ausgabe der führenden deutschsprachigen Zeitschrift zum Leben mit CI und Hörgerät. Neben berührenden Einzelschicksalen veröffentlicht die aktuelle Ausgabe der Schnecke auch mehrere Fachbeiträge, die etwa die Bedeutung von Musik für das Sprachverstehen oder für die CI-Rehabilitation beleuchten.

Durch ihre Hörschädigung litt Regina Kroll (54) aus Kulmain an sozialen Belastungen und chronischen Schmerzen. Doch der Zauber der Musik, den sie als 6-jährige mit ihren ersten Hörgeräten entdeckte, ist ihr bis heute ein Halt, und selbst Gitarre zu spielen, verhilft ihr zu Anerkennung und Bestätigung. Ganz ähnlich geht es Dr. Dietmut Thilenius (82). Die frühere Internistin trägt in Folge einer Innenohrschwerhörigkeit seit 40 Jahren Hörgeräte. Sie liess sich jedoch nicht davon abhalten, Altblockflöte zu erlernen und in einem Ensemble gemeinsam mit nicht hörgeschädigten Musikanten zu spielen. Und Ricky Runge (37) aus Cottbus verlor in Folge eines Hörsturzes von einem Tag auf den anderen sein Hörvermögen und damit auch die Musik. Doch nach einer Cochlea-Implantation gelang es ihm mit hartnäckigem Üben, erneut einen Zugang zur Musik zu finden. Musikhören ist mittlerweile wieder ein Genuss, so der junge Ingenieur, der den Lesern der Schnecke Einblick in seine selbst entwickelten Trainingsmethoden gewährt.

Neben hörgeschädigten Menschen, die ihren persönlichen, oft steinigen Weg zu einem Leben mit Musik schildern, lässt die aktuelle Ausgabe der Schnecke in gewohnter Manier auch Fachleute zu Wort kommen. So stellt Professor Dr. Dirk Mürbe, Ürztlicher Leiter des Sächsischen Cochlear Implant Centrums an der Klinik und Poliklinik für HNO-Heilkunde des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus (Dresden) den Zusammenhang von Musikhören und Sprachverstehen heraus: Bei CI-Trägern könne Musik das Sprachverständnis fördern, zudem sei ein neuer Zugang zur Musik ein wichtiger Bestandteil der Lebensqualität der Patienten. Und Musik-Therapeut Felix Leitner vom CIC-Süd Würzburg erläutert in seinem Beitrag, warum eine Musiktherapie eine sinnvolle Ergänzung zum multidisziplinären Angebot der CI-Rehabilitation ist.

Daneben bietet die aktuelle Schnecke auch zahlreiche Beiträge, die sich mit anderen Aspekten des Lebens mit Cochlea-Implantat und Hörgerät auseinandersetzen. So widmen sich beispielsweise mehrere Artikel der derzeit viel diskutierten Problematik der CI-Rehabilitation und der lebenslangen CI-Nachsorge. Das Grusswort der neuen Schnecke stammt von Rock-Musiker Peter Maffay, der die Schirmherrschaft für den diesjährigen bundesweiten CI-Tag am 8. Juni übernommen hat.

Donnerstag, 7. März 2013

Phonak: 40 Jahre Hörlösungen für Kinder





Mehr verstehen, besser lernen: Seit vier Jahrzehnten trägt Phonak mit kindgerechten Hörgeräten dazu bei, das Leben von Kindern mit Hörverlust zu verbessern

(PresseBox) (Fellbach, Deutschland / Stäfa, Schweiz, 05.02.2013) Kinder, die nicht gut hören können, haben Probleme, sprechen zu lernen und sich altersgerecht zu entwickeln. Seit 40 Jahren unterstützt der Hörgerätehersteller Phonak Kinder mit Hörverlust, damit sie ihr volles Potenzial ausschöpfen können. Eine enge Zusammenarbeit mit Experten, betroffenen Kindern und ihren Familien haben die Entwicklung von Hörgeräten wie Phonak Nios und Naída möglich gemacht. Wissenschaftlich geprüfte Funktionen wie SoundRecover und Dynamic FM sorgen dafür, dass Kinder mit Hörverlust sogar bei Lärm und über größere Entfernungen bestmöglich hören und Sprache verstehen können. Phonak Hörgeräte für Kinder werden dabei so gestaltet, dass sie mit der Entdeckungs- und Bewegungsfreude ihrer jungen Träger spielend fertig werden: Sie sind besonders robust sowie wasser-, schweiß- und schmutzresistent.

Das Thema Hörverlust bei Kindern wird noch immer unterschätzt, obwohl die Zahlen eine eindeutige Sprache sprechen: Alleine in Deutschland kommen ein bis zwei Neugeborene mit einem Hörverlust zur Welt[1] – damit ist Hörverlust die häufigste angeborene Sinnesstörung. Generell sind etwa 500.000 Kinder von einem behandlungsbedürftigen Hörverlust betroffen[2], jedes zehnte Grundschulkind leidet daran[3].

Seit 40 Jahren setzt sich Phonak dafür ein, dass Kinder mit Hörverlust besser hören, verstehen und kommunizieren können. Eine langjährige Zusammenarbeit mit Hörgeräteakustikern, Wissenschaftlern, Lehrern, betroffenen Kindern und ihren Familien sowie ein engagiertes Team haben zu einem leistungsstarken und kindgerechten Produktportfolio geführt. Einzigartige Funktionen wie SoundRecover und Dynamic FM in Kombination mit einem robusten Gehäuse machen Phonak Hörgeräte zum perfekten Begleiter für Kinder jeden Alters.

SoundRecover – Sprache dauerhaft besser hören

Das Verstehen und Erlernen von Sprache spielt in der Entwicklung eines Kindes eine entscheidende Rolle. Wenn ein Kind jedoch nicht richtig hören kann, hat es enorme Schwierigkeiten, die Stimmen seiner Eltern zu verstehen oder sich mit anderen Kindern zu verständigen. Vor allem bei hochfrequenten Lauten wie /s/, /sch/, /t/ und /f/ reicht die Leistung normaler Hörgeräte oft nicht aus. SoundRecover bietet hier die perfekte Lösung, indem es den wahrnehmbaren Frequenzbereich erweitert, sodass das Kind das volle Klangspektrum hört. In zahlreichen Studien wurde nachgewiesen, dass SoundRecover die Spracherkennung und die Fähigkeit zu sprechen wesentlich verbessert. Dies bedeutet, dass Kinder mit SoundRecover nicht nur besser hören und verstehen, sondern auch leichter lernen und uneingeschränkt mit ihrer Umwelt kommunizieren können.

Dynamic FM – um bis zu 50 Prozent verbessertes Sprachverstehen bei Lärm

Im Kinderwagen, im Auto, mit der Familie am Frühstückstisch, im Unterricht oder auf dem Spielplatz – die Hörumgebung eines Kindes ändert sich ständig. Diese verschiedenen Situationen bedeuten für ein Kind mit Hörverlust, dass es unterschiedlich schwer ist, Sprache zu verstehen. Besonders problematisch wird es, wenn der Lärmpegel oder die Entfernung zum Sprecher zunimmt bzw. es in einem Raum stark hallt.

Für diese Situationen ist das Dynamic FM System von Phonak die perfekte Lösung. Ein drahtloses Sendermikrofon leitet die Stimme des Sprechers über einen FM-Empfänger direkt weiter an die Hörgeräte. In zahlreichen wissenschaftlichen Studien wurde nachgewiesen, dass Dynamic FM im Vergleich zu anderen FM Systemen das Verstehen im Störgeräusch um bis zu 50 Prozent verbessern kann. Mit Dynamic FM bekommen Kinder mit Hörminderung alles mit – selbst in den schwierigsten Hörsituationen.

„Wir bei Phonak haben uns schon immer stark dafür eingesetzt, dass Kinder ihr volles Potenzial ausschöpfen können. Innovationen wie SoundRecover und Dynamic FM haben das Leben von zahlreichen Kindern mit Hörverlust positiv verändert und werden dies auch weiterhin tun”, sagt Daniela-Simone Feit, Leiterin der Abteilung Pädakustik der Phonak GmbH. „Dies ist für uns die größte Motivation, die man sich vorstellen kann, um unsere Produkte immer weiter zu verbessern.“

Drei neue Modelle, eine Vision: bestmögliches Verstehen und Sprechen für alle Kinder

Phonak Nios S H2O wurde für leichten bis starken Hörverlust entwickelt; Naída S SuperPower (SP) und UltraPower (UP) eignen sich für starken bis hochgradigen Hörverlust. Mit diesen drei Modellen ermöglicht Phonak Kindern aller Altersgruppen mit leichtem bis hochgradigem Hörverlust, Sprache bestmöglich zu verstehen und zu entwickeln.

Die kindgerechten Hörgeräte und Dynamic FM Systeme von Phonak wurden entwickelt, um der Entdeckungs- und Bewegungsfreude von Kindern gerecht zu werden. Das Ergebnis sind Produkte, die wasser-, schmutz- und schweißresistent sind und Kindern maximale Flexibilität bei bestmöglichem Hören bieten – und somit zu einer optimalen Sprachentwicklung beitragen.

[1] LMU München, 2008
[2] Forum Gutes Hören, 2009
[3] Forum Gutes Hören, 2008
Über die Phonak GmbH


Phonak, Mitglied der Sonova Gruppe, mit Hauptsitz in Stäfa, Schweiz, entwickelt, produziert und vertreibt seit mehr als 60 Jahren technologisch führende Hör- und Funksysteme. Dabei kombiniert Phonak die profunde Kenntnis in Hörtechnologie und Akustik mit einer intensiven Zusammenarbeit mit Hörakustikern, um Hörvermögen und Sprachverstehen von Menschen mit Hörminderung zu verbessern und somit ihre Lebensqualität zu erhöhen.

Phonak bietet eine vollständige Produktpalette an digitalen Hör- und ergänzenden Funklösungen. Mit weltweiter Präsenz treibt Phonak Innovationen voran und setzt neue Maßstäbe in Miniaturisierung und Leistung.

Montag, 4. März 2013

„Da liegen Welten dazwischen“


16.02.2013 Von EDELGARD BERNAUER




Fridolin Hensler (88) war in der Nachkriegszeit ab 1949 als Junglehrer an der Stühlinger Volksschule und später an der Gehörlosenschule tätig.

Wer waren während Ihrer Stühlinger Zeit Ihre Kollegiumsmitglieder?
Schulleiter war damals Gustav Häusler. Von ihm bekam ich die erste Hinführung zur heimatgeschichtlichen Forschung, die mich bis heute beschäftigt. Lehrerkollegen waren Robert Moss, Paula Hoppenberg und Erika Fischer.

Wenn Sie an Ihre Stühlinger Zeit zurückdenken, was kommt Ihnen da in den Sinn?
Mein Berufsstart in Stühlingen war geprägt durch die Not der Nachkriegsjahre. Es gab noch Lebensmittelkarten, der knappe Wohnraum wurde bewirtschaftet. Ich fand eine bescheidene, unbeheizte Unterkunft bei der Familie Konrad Gräble. Ich wurde freundlich und familiär aufgenommen. In lebhafter Erinnerung ist mir die Schülerspeisung. Eine einfache Suppe und gelegentlich ein 50 Gramm Täfelchen Schokolade waren wertvolle und beliebte Zutaten im Schulalltag. Meine erste Anschaffung war ein Fotoapparat. Aus der Zeit stammen viele meiner dokumentarischen Bilder. Über Kirchenchor, Schwarzwaldverein und Streichorchester hatte ich schnell Kontakt gefunden. Ich spielte im Streichorchester neben Wagnermeister Alfons Krügle die zweite Geige. Die Schweizer Grenze war damals eine echte Trennungslinie, die nur selten und nur mit Grenzkarte überschritten werden konnte.
Sie waren später Lehrer an der Gehörlosenschule, die zu der Zeit im Schloss Hohenlupfen untergebracht war.


Als 1951 das 125-jährige Bestehen der Schule gefeiert wurde, war ich dabei. Es wurde ein junger Lehrer gesucht. Ich wurde gefragt, aber ich verneinte. Trotzdem wurde meine Abordnung erwirkt. Nach kurzer Zeit konnte ich mich mit meiner neuen Aufgabe anfreunden.

Der Hohenlupfen befand sich ja im Besitz der Familie Fürstenberg. Interessierte sich die Familie für ihre gehörlosen Mieter?
Nein, es bestanden keine persönlichen Verbindungen. Nur anlässlich der Firmung gehörloser Schüler habe ich die fürstliche Familie im Schloss gesehen.

Unterrichtung gehörloser Schüler damals im Vergleich zu heute?
Da liegen Welten dazwischen. Infolge des Krieges und der nationalsozialistischen Behindertenfeindlichkeit wurden die Schüler sehr spät, im Alter von zwölf Jahren, schulisch betreut. Durch Taubheit verursachte Sprachlosigkeit wurde auf fehlende Intelligenz zurückgeführt. Es gab an unserer Schule kein einziges Hörgerät. Heute kann durch spezielle Förderung in frühester Kindheit auch bei starkem Hörverlust ein gutes Sprechvermögen erreicht werden.

Fragen: Edelgard Bernauer