Freitag, 30. Mai 2014

EUROPÄISCHER ERFINDERPREIS Weg aus der Stille

30.05.2014, 09:34 Uhr

Mit ihrer revolutionären Hörprothese haben Ingeborg und Erwin Hochmair Hunderttausenden Gehörlosen den Weg aus der Stille ermöglicht. Nebenbei bauten sie ein Unternehmen auf, das heute Weltmarktführer ist.

Bis heute können dank der Erfindung von Erwin und Ingeborg Hochmair mehr als 200.000 Menschen, die ehemals taub oder stark schwerhörig waren, wieder hören und menschliche Stimmen wahrnehmen.




DüsseldorfEs gibt wahrscheinlich nicht viele 13-Jährige, die als Berufswunsch „Mediziningenieur“ äußern und noch viel weniger werden dieses Vorhaben dann auch noch in die Tat umsetzen. Die jugendliche Ingeborg Desoyer war eine dieser Ausnahmeerscheinungen. Hochmotiviert sprintete sie nach der Schule durch ihr Studium der Elektrotechnik an der Technischen Universität Wien und war gerade 22 Jahre alt und mit ihrer Diplomarbeit fertig, als ihr späterer Ehemann Erwin Hochmair sie fragte, ob sie nicht mit ihm zusammen eine Hörprothese konstruieren wolle.







Sie willigte ein und entwickelt seit nunmehr fast 40 Jahren Implantate, die Gehörlosen den Weg aus der Stille eröffnen. „Sie erwiderte: ‚Wir müssen es tun, je früher, je besser.‘ Und das taten wir“, erinnert sich Erwin Hochmair. Für ihr Lebenswerk sind Ingeborg und Erwin Hochmair jetzt für den Europäischen Erfinderpreis nominiert.



Die elektronischen Hörhilfen, die die Hochmairs erfunden haben, verstärken nicht einfach wie die meisten Hörgeräte die Geräusche, die sie über ein eingebautes Mikrofon empfangen und dann Richtung Trommelfell weiterleiten, sondern stimulieren direkt den Hörnerv im Innenohr. Dazu implantieren Chirurgen feine Elektroden in die auch Cochlea genannte Hörschnecke.



Bereits in den 1960er Jahren hatten amerikanische und australische Forscher damit begonnen, mit solchen Cochleaimplantaten zu experimentieren. Die ersten Modelle erlaubten es Gehörlosen zwar wieder, einzelne Geräusche wahrzunehmen, doch Sprache konnten die Transplantierten damit nicht verstehen, zumindest nicht ohne den Sprechenden gleichzeitig von den Lippen zu lesen.



Das „elektronische Ehepaar“ – so wurden die Hochmairs früher an der Universität genannt – kam auf die Idee, die notwendigen Signale gleichzeitig über mehrere elektronische Kanäle zu übertragen, statt wie bisher nur einen zu nutzen. Die beiden hatten erkannt, dass die Wahrnehmung der Tonhöhe nicht nur davon abhängt, in welchem Cochlea-Abschnitt der Hörnerv gereizt wird, sondern auch von der Geschwindigkeit, mit der das Signal ankommt.



Am 16 Dezember 1977 schob der erfahrene Chirurg Kurt Burian an der Hals-Nasen-Ohrenklinik der Universität Wien den ersten Elektrodenprototypen in die Hörschnecke eines Patienten. Die Elektronik, die die akustischen Signale der Außenwelt einfangen und als elektrische Reize in das Innenohr weiterleiten sollte, hatte Ingeborg Hochmair eigenhändig zusammen gelötet.


Mittwoch, 28. Mai 2014

Hörakustiker des Jahres 2014

Gemeinsam für den Service

Europas wichtigster Preis für Gehörspezialisten ist wieder da


Der anerkannte Preis erwartet jetzt schon im siebten Jahr Nominierungen von Hörakustikern, die ihre Aufgaben auf herausragende Art und Weise erfüllen und bietet ihren Kunden die Gelegenheit, ihrem Hörakustiker für seinen Service zu danken.

Sie gewinnen beide!

Durch Ihre Stimme geben Sie nicht nur Ihrem Hörakustiker die Gelegenheit, zu gewinnen. Auch Sie haben die Möglichkeit, einen Preis zu erhalten. Derjenige, der den Gewinner nominiert hat, sichert sich die Chance auf einen Geldpreis von 305 CHF und Elektrogeräte im Wert von 245 CHF. Außerdem haben Sie an dem Erfolg, dem Dank und der Anerkennung des Siegers teil.

Weitere Details erfahren Sie von Ihrem Hörakustiker oder achten Sie auf Informationen in dessen Geschäft.

Patienten können noch heute teilnehmen, indem Sie auf die Verknüpfung klicken und abstimmen.

Hörgerätespezialisten können Support-Informationen online hier bestellen.

Wir halten Sie gerne rund um den Wettbewerb auf dem Laufenden.



Mehr siehe unter Quellen: www.hoerakustiker-des-jahres.ch

Dienstag, 27. Mai 2014

Mit Implantat aus der Stille finden

Cochlear Implant Centrum (CIC) Güstrow betreut inzwischen 476 Patienten / 9. Deutscher CI-Tag

Auf das Zeichen von CIC-Leiterin Karola Benedict (3. v. l.) ließen die Teilnehmer 150 Luftballons mit Karten steigen.

Quellen:


Angehörige und Patienten nutzten am Sonnabend den 9. Deutschen CI-Tag, um sich im Cochlear Implant Centrum (CIC) „Ernst Leonhardt“ Mecklenburg-Vorpommern in Güstrow zu informieren, sich auszutauschen und auf sich aufmerksam zu machen. „Selbstbewusst aus der Stille!“ war dieser Aktionstag zu den Themen Hörbehinderung und Hören mit einem Cochlea Implantat überschrieben.

„Als wir 1999 mit der Rehabilitation in Güstrow begannen, hatten wir vier Patienten zu betreuen. Inzwischen ist die Zahl auf 476 angestiegen, so dass wir in unserer Einrichtung im Thünenweg 31 nun drei Etagen belegen“, erinnert sich CIC-Leiterin Karola Benedict. Das Besondere ist, dass CI-Patienten ein Leben lang durch das Centrum und die implantierende Klinik betreut werden müssen. „Nach der Heilungsphase in der operierenden Klinik kommen die Patienten zu uns. Sie werden von geschultem Fachpersonal mit der Technik vertraut gemacht und erlernen den Umgang mit dem CI. Nach festgelegten Zeiträumen ist eine Neueinstellung des Gerätes erforderlich“, sagt Karola Benedict. Die Patienten kommen in Mecklenburg-Vorpommern aus den Universitätskliniken Rostock und Greifswald nach Güstrow. Am Sonnabend waren Vertreter dieser Kliniken in der Barlachstadt, um die Fragen der Besucher zu beantworten. Viele Erfahrungen mit dem CI konnte auch Gerda Bade vermitteln. Sie gehörte 2000 mit zu den ersten Patienten, die in Güstrow zur Rehabilitation weilten. Ihre Erlebnisse mit dem CI hat die Rostockerin aufgeschrieben und stellte die Broschüre vor.

Um die Mittagszeit ließen die Teilnehmer am CI-Tag in der Barlachstadt 150 Luftballons mit Flugkarten in die Luft steigen. Diese Aktion wird an jedem CI-Tag zeitgleich in allen 14 CI-Centren Deutschlands, in den Kliniken sowie in Selbsthilfegruppen veranstaltet. Die Absender, deren Karte den weitesten Weg zurücklegen, gewinnen ein Exemplar des Buches „Taube Nuss“. Das hat Alexander Görsdorf verfasst. Er beschreibt als Betroffener humorvoll das Leben eines CI-Trägers.

Montag, 26. Mai 2014

Gruppe will „selbstbewusst aus der Stille“

Die Selbsthilfegruppe Rhein-Neckar organisiert am neunten bundesweiten Cochlea-Implantat-Tag eine Informationsveranstaltung in Viernheim. Fachleute, Betroffene und Interessierte tauschen sich aus. Neben medizinischen Fachvorträgen präsentieren auch Implantathersteller die Technik, die Hörgeschädigten hilft, das Hören neu zu lernen.



Quellen: www.morgenweb.de

Zum zweiten Mal hat die Cochlea-Implantat-Selbsthilfegruppe Rhein-Neckar unter der Leitung von Thomas Haase anlässlich des bundesweiten Cochlea-Implantat-Tages eine breit angelegte Informationsveranstaltung ausgerichtet. In diesem Jahr lautete das Motto: "Selbstbewusst aus der Stille". Ziel war es, hörbehinderte und gut hörende Menschen zusammenzubringen und über das Hören mit CI-Implantaten und das Leben mit Hörbehinderungen zu informieren. Diese Technik verhalf schon Zehntausenden ertaubten Menschen zu einem fast normalen Leben.

Regentropfen fallen hören, das Zwitschern der Vögel wieder wahrnehmen oder das Rauschen der Blätter - dies gibt Menschen nach ihrer Taubheit wieder ein ganz neues Lebensgefühl. In einer rund 90-minütigen Operation werden dem Patienten eine oder mehrere Elektroden, die mit einem kleinen Empfänger verbunden sind, in die Gehörmuschel (Cochlea) implantiert. Außerhalb des Schädels, hinter dem Ohr, befinden sich ein kleines Mikrofon, ein Signalwandelprozessor und ein Sender. So kann der Patient wieder hören, auch wenn seine sogenannten Haarzellen nicht mehr funktionsfähig sind. Das muss er jedoch erst wieder lernen. Hierzu haben die Kliniken in Mannheim und Heidelberg interdisziplinäre Teams aufgebaut, die auf audiotherapeutisches Training, psychologische Betreuung und logopädische Schulung spezialisiert sind. In Einzelfällen kann eine solche Rehabilitation bis zu drei Jahre dauern.

Schirmherr Bürgermeister Matthias Baaß eröffnete die Veranstaltung in Viernheim. Danach folgten zwei Referenten: Dr. Jérôme Servais vom Universitätsklinikum Mannheim, der hauptsächlich die medizinischen Voraussetzungen und die Operation beleuchtete und Markus Landwehr, therapeutischer Leiter des CI-Reha-Zentrums des Universitätsklinikums Heidelberg, der über die intensive Nachsorge und Begleitung des Patienten referierte.

Zudem präsentierten Implantathersteller und Firmen für Hilfsmittel, etwa Bitzlicht-Klingeln und Vibrationswecker, ihre Produkte. Nach eindrucksvollen Erfahrungsberichten von Patienten und dem regen Austausch der Teilnehmer zeigte sich Thomas Haase sehr zufrieden mit der Veranstaltung. kos
Sonntag, 25.05.2014

Freitag, 23. Mai 2014

HNO Kongress 2014: Technologie – Performance – Nachhaltigkeit / MED


Quellen:


Innsbruck, Österreich (ots) – Im Rahmen der diesjährigen Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie lädt MED-EL gemeinsam mit Experten aus Wissenschaft und Praxis am 29. Mai 2014 in Dortmund zu einem Lunch-Symposium ein. Unter dem Motto “MED-EL: Technologie – Performance – Nachhaltigkeit” beleuchten die Referenten Technologiefragen, richtungsweisende Neuerungen und Perspektiven im Zusammenhang mit implantierbaren Hörsystemen. Der Fokus der Veranstaltung liegt dabei auf dem Bonebridge Knochenleitungsimplantatsystem, das seit kurzem auch für Kinder ab fünf Jahren zugelassen ist.

Mit der Bonebridge stellte MED-EL vor knapp zwei Jahren das weltweit erste, aktive Knochenleitungsimplantatsystem vor. Dieses ist seit diesem Frühjahr auch für Kinder und Jugendliche zugelassen und ermöglicht es trotz Schalleitungsstörung oder einseitiger Taubheit wieder hören zu können. Dank der transkutanen Intact-Skin Technologie ist die Bonebridge das erste Knochenleitungsimplantatsystem, bei dem das Implantat vollständig unter der Hautoberfläche liegt. Die Schutzfunktion der Haut bleibt dadurch gänzlich erhalten. Besonders bei Kindern ist dieser Faktor wichtig, da so keine Infektionsgefahr durch äußere Einflüsse besteht.

Des Weiteren stellt MED-EL eine neue Lösung vor, die den Implantationsprozess der Bonebridge erleichtert. Da die Anatomie von Patient zu Patient sehr unterschiedlich ist, ermöglichen die sogenannten BCI Lifts eine einfachere und flexiblere Operation, was besonders bei Kindern oder anspruchsvoller Anatomie ein wichtiger Aspekt ist. Das BCI Sizer Kit vereinfacht zudem die Bestimmung der richtigen Variante des BCI Lifts.

Im Anschluss an das Symposium stehen die Experten und Referenten für Diskussionen und Fragen zur Verfügung.

Wann:
Donnerstag // 29.05.2014 // 12:00 - 13:00 Uhr

Wo:
85. Jahresversammlung 2014 der Deutschen Gesellschaft für
Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie // Dortmund
Westfalenhallen // Saal 9/10

Referenten:
Prof. Prof. h.c. Dr. med. Thomas Lenarz // Klinikdirektor
Hals-Nasen-Ohrenklinik der Medizinischen Hochschule Hannover

Prof. Dr. MED. Timo Stöver // Direktor der Klinik für HNO-Heilkunde
Frankfurt

Prof. Dr. med. Joachim Müller  //Leiter CI-Zentrum der LMU München

PD Dr. MED. Robert Mlynski // Leiter des Schwerpunktes
Cochlea-Implantate und Hörprothetik der Universitätsklinik Würzburg

Prof. Dr. Med. Stefan Dazert // Direktor der HNO-Klinik des
Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum

Dr. Hansjörg Schößer, Geschäftsführer MED-EL Deutschland GmbH und
MED-EL Care Center GmbH
Informationen zu den MED-EL Innovationen und Themen finden Sie auch am MED-EL Stand: Westfalenhalle, Standnummer 38

Über MED-EL

MED-EL Medical Electronics mit Hauptsitz in Innsbruck und 29 Niederlassungen weltweit ist ein führender Anbieter von Hörimplantatsystemen. Die österreichischen Wissenschaftler und Gründer des Unternehmens, DI Dr. Ingeborg und Prof. Dr. Erwin Hochmair entwickelten 1977 das erste mikroelektronische Mehrkanal-Cochlea-Implantat und legten 1990 mit der Einstellung ihrer ersten Mitarbeiter den Grundstein der Unternehmensgeschichte. Aktuell beschäftigt das Unternehmen mehr als 1500 Angestellte. Das Cochlea-Implantat war und ist bis heute der erste tatsächlich realisierte Ersatz eines Sinnesorgans. Im Bereich implantierbarer Lösungen zur Behandlung unterschiedlicher Arten von Hörverlust bietet MED-EL mit dem Cochlea-Implantat-, dem Mittelohrimplantat-, dem EAS (kombinierte Elektrisch Akustische Stimulation) System, dem Hirnstammimplantat (ABI) sowie dem ersten aktiven Knochenleitungsimplantat weltweit die breiteste Produktpalette. Menschen in über 100 Ländern können heute mithilfe eines Produkts von MED-EL hören. Weitere Informationen finden Sie unter www.medel.com.


Donnerstag, 22. Mai 2014

Selbstbewusst aus der Stille treten: Bundesweiter Aktionstag zum Cochlea-Implantat (CI) führt hörbehinderte und gut hörende Menschen zusammen

Taub sein und trotzdem hören können? – Was manch einem noch heute unmöglich scheint, ist seit mittlerweile drei Jahrzehnten Realität.




Denn dank des Cochlea-Implantats (CI), einer Innenohrprothese, können gehörlos geborene Kinder das Hören und die gesprochene Sprache erlernen und hochgradig hörgeschädigte Kinder und Erwachsene den Hörsinn zurückgewinnen. – Mehr über das Hören mit dem CI sowie über das Leben mit Hörbehinderung können alle Interessenten beim Deutschen CI-Tag erfahren, der am 24. Mai zum mittlerweile neunten Mal begangen wird. Unter dem diesjährigen Motto "Selbstbewusst aus der Stille" finden überall im Bundesgebiet Veranstaltungen statt, auf denen hörbehinderte und gut hörende Menschen einander begegnen und sich austauschen können. Organisiert wird der seit 2005 stattfindende CI-Tag von der Deutschen Cochlear Implant Gesellschaft e. V. (DCIG) und den ihr angeschlossenen Regionalverbänden. Unterstützt wird der diesjährige Aktionstag auch von Erfolgsautor Alexander Görsdorf („Taube Nuss“), der als offizieller Botschafter des CI-Tages fungiert.

Vor genau 30 Jahren wurde in Deutschland erstmals ein Mensch mit einem Cochlea-Implantat versorgt. Heute leben allein in der Bundesrepublik mehr als 35.000 Kinder und Erwachsene mit einem CI. Vielen bietet die Innenohrprothese einen Zugang zur Welt des Hörens und der Lautsprache, damit ein erhebliches Mehr an Kommunikationsfähigkeit und Lebensqualität. Andererseits bestehen hierzulande nach wie vor große Wissenslücken – hinsichtlich der CI-Versorgung und mit Blick auf die Lebenswirklichkeit hörbehinderter Menschen. Diese Wissenslücken zu schließen und bestehende Barrieren abzubauen ist zentrales Anliegen des Deutschen CI-Tags, der sich als offene Plattform für den Austausch zwischen CI-Trägern und anderen Hörgeschädigten sowie gut Hörenden versteht.

„Ob spätertaubte Erwachsene oder Eltern, deren Kinder mit einer hochgradigen Hörschädigung zur Welt kommen – hörbehinderte Menschen und deren Familien stehen grundsätzlich vor ganz besonderen Herausforderungen“, erklärt Dr. Roland Zeh, Präsident der DCIG. „Mit unserem Aktionstag wollen wir die breite Öffentlichkeit informieren und die Betroffenen bei der Suche nach dem für sie passenden Weg unterstützen. Und wir verstehen den Tag als eine Plattform für die Belange aller Hörgeschädigten. Herzlich laden wir auch alle gebärdensprachlich orientierten Menschen ein, sich an dieser Plattform zu beteiligen!“

Straßenfeste, Info-Stände, Vorträge… – vielfältige Informationsangebote rund um das Cochlea-Implantat

Ob Straßenfeste, Vorträge, Informationsstände oder kostenlose Hörtests – vielerorts in ganz Deutschland gibt es am 24. Mai Veranstaltungen und Aktionen. An deren Organisation wirken neben zahlreichen ehrenamtlichen Helfern und Selbsthilfegruppen auch viele CI- und Rehabilitationszentren, HNO- und Logopädiepraxen, Bildungseinrichtungen, Schulen, Hörakustiker und weitere im CI-Bereich tätige Gruppen und Institutionen mit.

Informiert wird rund um das Cochlea-Implantat und die CI-Versorgung. Darüber hinaus wollen die Veranstalter auch Einblick in die Arbeit der Selbsthilfe bieten und auf Barrieren aufmerksam machen, die für Menschen mit CI in vielen Bereichen des Alltags immer noch bestehen.

„Taube Nuss“-Autor Alexander Gördsorf ist Botschafter des CI-Tags – bundesweite Luftballon-Aktion

Unterstützt wird der diesjährige Aktionstag auch von Erfolgsautor und Blogger Alexander Görsdorf, der als Botschafter des CI-Tages fungiert. Görsdorf ist selbst seit mehreren Jahren CI-Träger. Sein 2013 erschienenes, Buch „Taube Nuss – Nichtgehörtes aus dem Leben eines Schwerhörigen“ findet aktuell vielfältige Beachtung und Anerkennung. In ihm beschreibt er detailreich seinen Weg in die Taubheit und mit dem CI

Verbindendes Element für sämtliche Aktionen des 9. Deutschen CI-Tages wird die schon traditionelle Luftballonaktion sein. Pünktlich um zwölf Uhr steigen am 24. Mai überall im Land Luftballons mit dem Aufdruck "Taub und trotzdem hören!" in den Himmel auf. Die an den Ballons befestigten Postkarten ermöglichen ihrem Empfänger die Teilnahme an einem Gewinnspiel mit zahlreichen Preisen. Gewinnen kann zudem auch das lokale Organisationsteam, welches die ideenreichste Veranstaltung zum CI-Tag organisiert – und zwar eine eigene Lesung mit Alexander Görsdorf.

Dienstag, 20. Mai 2014

Sonova erzielt starkes Resultat in allen Geschäftsbereichen

Sonova 2013/14: Umsatz steigt um 8,7%
Von moneycab - 20. Mai 2014 13:08
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Quellen:

Sonova-CEO Lukas Braunschweiler. (Foto: Sonova)

Stäfa – Der Hörsystem-Hersteller Sonova hat im Geschäftsjahr 2013/14 (per Ende März) den Umsatz weiter, auf ein neues Rekordniveau gesteigert. Dabei haben sich sowohl das Kerngeschäft dank hohem organischem Wachstum als auch die Cochlea-Implantate stark entwickelt. Die Aktionäre profitieren dabei von einer Dividendenerhöhung. Für das laufende Rechnungsjahr prognostiziert das Management weiteres Wachstum, bestätigt werden vor diesem Hintergrund auch die mittelfristigen Zielsetzungen.

Der Umsatz stieg im Berichtsjahr um 8,7% auf ein neues Rekordniveau von 1,95 Mrd CHF. In Lokalwährungen (LW) betrug das Umsatzwachstum knapp 12%, teilt das Unternehmen am Dienstag mit. Auf bereinigter Vorjahresbasis stieg der EBITA ebenfalls um knapp 12% auf 430,1 Mio. Die Entwicklung des Umsatzes lag damit über, jene des EBITA innerhalb der firmeneigenen Prognosen von Zuwachsraten zwischen 8 und 10% (in LW) für den Umsatz und 11 bis 14% für den EBITA. Die EBITA-Marge nahm um 0,5 Prozentpunkte auf 22,0% zu. Der Reingewinn stieg gegenüber der normalisierten Vorjahresbasis um fast 13% auf 347,4 Mio.

Mit den Eckdaten hat Sonova die Konsenserwartungen von Analysten beim Umsatz leicht übertroffen, mit dem EBITA und Reingewinn punktgenau erfüllt. Der Umsatz wurde im Mittel auf 1,9 Mrd CHF geschätzt, der EBITA auf 429,5 Mio und der Reingewinn auf 347,0 Mio.

Die Rechnung des Vorjahres wurde vor allem von den Ende April 2013 angekündigten und voll der Rechnung 2012/13 belasteten zusätzlichen Rückstellungen für Produkthaftungen im Geschäft mit Cochlea-Implantaten von 197,8 Mio CHF geprägt.

Die Rendite auf dem eingesetzten Kapital wird mit 27,7% ausgewiesen, gegenüber 10,4% im Vorjahr. Damit hat das Unternehmen deutliche Fortschritte gemacht im Hinblick auf die mittelfristige Zielsetzung von 30%.

Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung die Ausschüttung einer auf 1,90 CHF je Aktie erhöhten regulären Dividende vor. Im Vorjahr wurden verrechnungssteuerfrei 1,60 CHF ausgeschüttet. Die Ausschüttungsquote belaufe sich auf 37% heisst es weiter.

Hörgeräte wachsen über Markt
Im Kerngeschäft, dem Hörgeräte-Segment, stieg der Umsatz im Berichtsjahr um 6,5% auf 1,76 Mrd (+9,5% in LW). Dieser Zuwachs ist laut Mitteilung von einem organischen Wachstum von 8,8% getragen worden, das über dem geschätzten Marktwachstum gelegen hat. Der EBITA des Bereiches erreichte 417,3 Mio (+8,8% in CHF; +14% in LW). Der Markt sei dabei am oberen Ende einer Bandbreite von 2 bis 4% gewachsen, wie CEO Lukas Braunschweiler in einem Telefongespräch mit AWP sagte.

Unter den einzelnen Regionen nahm der Umsatz in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika um gut 12% zu, in den USA um 11% (jeweils LW). Umsatztreiber seien bei den Hörgeräten beide Segmente (Phonak und Unitron) mit ihren neuen Produkten gewesen, so der CEO weiter. “Die Quest-Plattform von Phonak und die neuen Produkte von Unitron haben in den vergangenen zwölf bis 18 Monaten gut eingeschlagen.” Unter den einzelnen Märkten habe in Deutschland die neue Rückerstattungspraxis für kassenpflichtige Hörgeräte “einen Riesenboom” ausgelöst, so CEO Braunschweiler. “Die Nachfrage hat auch in mittleren und höheren Preisklassen teilweise angezogen.”

Das Geschäft mit Cochlea-Implantaten von Advanced Bionics erzielte einen Umsatz von 195,3 Mio CHF (+33%), was in LW einem Anstieg um 36% entspricht. Der EBITA des Segmentes erreichte 12,8 Mio (VJ normalisierte 1,8 Mio). Die Cochlea-Implantate seien mit dem neuen Prozessor “gut auf Kurs”, hiess es weiter. “Mit Blick auf den Fünfjahresplan sind wir etwas weiter als gedacht”, so CEO Braunschweiler.

Weiteres Wachstum – Mittelfristziele bestätigt
Für das laufende Rechnungsjahr 2014/15 erwartet das Management sowohl im Segment Hörgeräte als auch im Segment Cochlea-Implantate ein weiterhin solides Wachstum. Für den Gesamtumsatz wird ein Wachstum von 7% bis 9% und beim EBITA einen Anstieg von 11% bis 15% erwartet (in LW). Im aktuellen Währungsumfeld und einschliesslich laufender Bemühungen werde ein EBITA-Anstieg von 8-12% in der Berichtswährung Schweizer Franken erwartet, heisst es weiter.

Darüber hinaus bestätigte CEO Braunschweiler gegenüber AWP die mittelfristigen Zielsetzungen einer EBITA-Marge im mittleren 20%-Bereich und einer ROCE von über 30% (jeweils in Lokalwährungen). Erreicht werden soll dies bis in drei Jahren. (awp/mc/upd/ps)